UMG: Forschung zum Schutz der chronisch kranken Niere ausgezeichnet

Nierenforscher der UMG erhält Bernd Tersteegen-Preis 2016 des Verbands Deutsche Nierenzentren (DN) e.V.: Biomarker für chronische Nierenerkrankungen mit Rückschluss auf das Ansprechen einer Therapie mit einem altbekannten Blutdrucksenkers entdeckt.

Dr. Björn Tampe, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie (Direktor: Prof. Dr. Gerhard Anton Müller) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), ist vom Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e.V. mit dem Bernd Tersteegen-Preis 2016 ausgezeichnet worden. Der Nierenexperte erhielt die Auszeichnung für eine Arbeit, in der erstmalig ein im Blut nachweisbarer, auf DNA-Nachweis basierender Biomarker für chronische Nierenerkrankungen entdeckt wurde. Dr. Tampe konnte zudem nachweisen, dass ein altes Medikament gegen Bluthochdruck offenbar dabei hilft, schädliche epigenetische Veränderungen bei chronischen Nierenerkrankungen wieder rückgängig zu machen und so die chronisch kranke Niere zu schützen. Die Forschungserkenntnisse eröffnen möglicherweise Ansätze für eine ursächliche Behandlungsstrategie bei Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen. Der Bernd Tersteegen-Preis ist der am zweithöchsten dotierte Preis in der deutschen Nephrologie und mit 8.000 Euro dotiert. Die Verleihung erfolgte im Rahmen des Nephrologischen Jahresgesprächs 2016 des Verbands Deutsche Nierenzentren (DN) e.V. am 12. November 2016 in Mannheim.

Die ausgezeichnete Arbeit ist im Januar 2015 im Wissenschaftsjournal “EBioMedicine” erschienen.

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