UKM: Dr. Anne Schumacher erhält den Karin-Witte-Preis für Wissenschaftlerinnen

Die promovierte Biologin ist wissenschaftliche Mitarbeitern in der Abteilung für Experimentelle Gynäkologie und Geburtshilfe der Medizinischen Fakultät unter der Leitung von Prof. Dr. Ana Claudia Zenclussen. Ihr wissenschaftliches Interesse gilt der Erforschung der Funktion von Immunzellen in der Schwangerschaft. In den letzten Jahren konnte verstärkt gezeigt werden, dass verschiedene Immunzelltypen einen entscheidenden Beitrag zur Toleranz des Fötus während der Schwangerschaft leisten. Denn der heranwachsende Fötus enthält auch Erbinformationen des Vaters – und das stellt das Immunsystem vor eine große Herausforderung, denn eigentlich würde es solches Gewebe als „fremd“ erkennen und abstoßen. Die Gebärmutter muss daher auf die Schwangerschaft vorbereitet werden und ihre Funktionen verändern, um den Fötus nicht abzustoßen, sondern ihn aktiv zu tolerieren. Dr. Schumacher widmet sich der interessanten Frage, welche Toleranzwege in der Schwangerschaft aktiviert werden um den Fötus solange zu beschützen, bis er bereit ist, zur Welt zu kommen. Denn heftige immunologische Abwehrreaktionen der Mutter sind nicht selten der Grund für Früh- oder Fehlgeburten. Das Verständnis dieser Mechanismen ist daher die Grundlage, um in der Zukunft hilfreiche Therapien für Patientinnen mit Schwangerschaftskomplikationen entwickeln zu können. „Durch meine Forschung irgendwann Frauen, die sich schon seit langer Zeit Kinder wünschen, zu helfen, ein gesundes Kind in den Armen zu halten, ist mein persönlicher Antrieb“, so die zielstrebige junge Wissenschaftlerin.

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